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Treuhandanstalt
Die Treuhandanstalt war eine Behörde des Bundesfinanzministeriums und war zwischen 1990 und 1994 damit beauftragt die staatlichen (offiziell „volkseigenen“) Betriebe der DDR zu privatisieren.
Im Rahmen des Beitritts der DDR in die Bundesrepublik sollte die sozialistische Wirtschaftsstruktur der DDR an die soziale Marktwirtschaft der Bundesrepublik angepasst werden. In diesem Zuge kam es zu einer grundlegenden Umstrukturierung der wirtschaftlichen Landschaft Ostdeutschlands, welche auch die Privatisierung ehemaliger DDR-Betriebe, -Kulturhäuser, -Ferienheime und -Polikliniken umfasste.
Durch die Treuhand wurden 30 Prozent der rund 12.000 Betriebe liquidiert. Rund zwei Drittel der ursprünglich vier Millionen Arbeitsplätzen ging verloren, was eine Massenarbeitslosigkeit in den Neunzigerjahren in Ostdeutschland nach sich zog. Die Tätigkeiten der Treuhand führten zu Protesten und Kontroversen, die zum Teil bis heute andauern.
Weitere Informationen zur Treuhand:
- Im Maschinenraum der ostdeutschen Transformation
- Verkauft, vergessen, vermisst? Wie die Treuhand mit DDR-Architektur umging
