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22. April 2026
Leipzigs Transformation seit 1945: Kriegszerstörungen und Wiederaufbau in Bildern
Leipzigs Innenstadt wurde im Zweiten Weltkrieg stark zerstört. Während manche Gebäude original getreu nachgebaut wurden, ließ das SED-Regime andere abreißen. An ihre Stelle kamen moderne Bauten, die den Sozialismus der DDR verkörpern sollten. Entdecken Sie mit dutzenden Karten und Bildern die Transformation Leipzigs im 20. Jahrhundert.
Die Zerstörungen im Zuge des Zweiten Weltkriegs markieren – wie in vielen anderen deutschen Städten – eine tiefgreifende Zäsur in der baulichen Entwicklung Leipzigs. Auch die Städtebaupolitik der DDR-Zeit trug maßgeblich zu einer nachhaltigen Veränderung des historischen Stadtbildes bei. Durch das Zusammenspiel von starken Kriegszerstörungen einerseits und ideologisch geprägtem Stadtumbau der DDR andererseits erlebte insbesondere die Leipziger Innenstadt eine umfassende urbane Transformation, der sich diese Webdokumentation fotografisch, insbesondere durch Bildvergleiche, annähert.
Im Bildarchiv des Leibniz-Instituts für Länderkunde (IfL) befinden sich mehrere Fotoserien, die den Zustand der Stadt unmittelbar nach Kriegsende sowie 1954 dokumentieren. Darüber hinaus umfasst der Bestand zahlreiche Aufnahmen, die sowohl den Wiederaufbau, als auch den fortschreitenden Verfall und weitere Zerstörungen während der DDR-Zeit eindrucksvoll veranschaulichen. Hierzu zählen Fotografien und Luftbilder aus den 1950er- bis in die 1970er-Jahre.
Auf diesen Archivbeständen basiert diese digitale Dokumentation, die durch gegenwartsbezogene Fotografien von Martin Toste ergänzt wird. Die Dokumentation erweitert die von Dr. Heinz-Peter Brogiato – bis zum Jahr 2024 Leiter der Geographischen Zentralbibliothek und des Archivs für Geographie – erarbeitete Publikation „Leipzig. Aus Ruinen auferstanden“ um webbasierte Elemente, die dem Betrachter insbesondere interaktive Bildvergleiche im Detail ermöglichen.
Den gesamten Beitrag mit allen Bildern und Karten finden Sie hier.
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